BARF – Was ist das?

Die richtige Ernährung des Hundes sorgt immer wieder für heftige Diskussionen. Heute existieren zahlreiche hochwertige Alleinfuttermittel, die den Hund mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen, die er benötigt um fit und gesund zu bleiben. Doch nicht jeder Hundebesitzer ist von dieser Art der Fütterung überzeugt. Sie füttern ihren Hund lieber roh nach dem Vorbild des Wolfes. Barf ist das Schlagwort, das in puncto ausgewogener Ernährung für den Hund heute immer wieder für Diskussionen sorgt. Doch was bedeuten diese vier Buchstaben eigentlich?

Barf bedeutet Rohkost

Sogar die Abkürzung Barf sorgt schon für Unstimmigkeiten. Sagen einige es bedeute „Bones and Raw Food“, so meinen andere es heiße „Born Again Raw Feeders“. Die zweite Aussage wurde von der Amerikanerin Debbie Tripp eingeführt. Sie bezeichnete damit all jene, die ihre Tiere wieder ursprünglich ernähren wollten. Im Deutschen gilt „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ oder „biologisch artgerechtes rohes Futter“ als Barf. Unter Barf verstehen Hundeliebhaber eine Ernährung, die sich an jener des Wolfes orientiert. Gefüttert wird hauptsächlich Rohkost. Fleisch, Obst, Gemüse, Eier und Knochen werden roh verfüttert. Zum einen deshalb, weil Wölfe in freier Wildbahn keine gekochten Tiere vorfinden, zum anderen, weil durch das Kochen wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.

Naturreines Futter für den Hund

Wie und wann der Trend zum Barfen entstand, ist heute mehr als unklar. Jedoch findet bei der Hundefütterung ein offensichtliches Umdenken statt. Als sich die Futtermittelindustrie damals nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte, war Fleisch Mangelware. Hundefutter bestand daher zu einem großen Teil aus Getreide. Das hat sich leider bei vielen Marken bis heute nicht geändert. Der Hund als Carnivore benötigt aber hauptsächlich Protein – also Fleisch. Genau das ist die Hauptzutat beim Barfen. Der Hundehalter kann ganz genau bestimmen, was sein Liebling zu fressen bekommt. Das Futter ist garantiert ohne künstliche Zusatzstoffe, ohne Abfallprodukte und Geschmacksverstärker. Barf ist naturbelassen und je nach Stoffwechsel und Energiebedarf kann das Futter entsprechend angepasst werden. Allergien haben damit keine Chancen mehr.

Viel Fleisch und Knochen

Eine Tagesration für den Hund sollte rund zwei Prozent des Körpergewichtes des Hundes ausmachen. Der Hund wird dann eine Weile beobachtet und die Menge entsprechend angepasst. Dabei soll das Futter aus rund 70 Prozent Fleisch, 20 Prozent Obst und Gemüse und 10 Prozent aus fleischigen Knochen oder Knorpeln bestehen. Wichtig ist, dass nicht nur Muskelfleisch verfüttert wird. Viele Nährstoffe, die der Hund benötigt, kommen aus Innereien. Leber, Rindermägen, Lunge oder Euter sind ideale Zutaten. Geeignete Fleischsorten sind Pferd, Rind, Lamm, Geflügel und Fisch. Für Abwechslung sorgen exotische Fleischsorten wie Strauß, Ren oder Känguru. Rund 20 Prozent des Futters sollten wie erwähnt aus Obst und Gemüse bestehen, wobei Gemüse deutlich zu bevorzugen ist. Obst enthält viel Zucker und sollte nur in Maßen gefüttert werden. Beim Barfen werden die pflanzlichen Zutaten idealerweise püriert. Damit werden sie für den Hund leichter verdaulich.

Zutaten für artgerechte Ernährung

Gelegentlich darf dem Futter ein wenig Hüttenkäse oder Quark beigemischt werden. Diese Milchprodukte sind für Hunde ideal und gut verdaulich. Eierschale und Eidotter dürfen ebenso im Napf landen. Auf die Fütterung von Eiklar sollte verzichtet werden. Es bindet Biotin und kann so zu einem Mangel daran führen. Wichtig beim Barfen ist die Zugabe von hochwertigen Ölen. Sie sollten kalt gepresst sein. Ideal sind Leinöl, Fischöl oder auch Nachtkerzenöl. Spurenelemente und Mineralstoffe können als fertige Mischungen beigefügt werden. Der Handel hat sich heute bereits auf Barf eingestellt. Hundehalter erhalten angefangen von Frostfleisch über fertige Obst- und Gemüsemischungen auch zahlreiche Öle und Fertigmischungen mit Spurenelementen und Mineralstoffen, die die Umstellung auf diese gesunde Ernährungsweise des Hundes erleichtern. Mehr Informationen zum Thema BARF-Fütterung finden Sie auch in diesem Artikel von Fressnapf.de.

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