Soll ich dem Hunde-Wunsch nachkommen?

Viele Eltern werden das Phänomen wohl kennen: Mit wachsendem Alter wachsen auch die Ansprüche der Kinder an einen Spielpartner. Reichte am Anfang noch das Kuscheltier aus, muss es dann oft schon ab dem mittleren  Kindesalter ein echter Spielgefährte in Form eines Haustiers sein.

Mit der Zeit wird man allerdings oft immun gegen anhaltende „Bettel“-Attacken und vertröstet auf später, auf Weihnachten, auf den Geburtstag, etc. Manchmal lässt das Kind dann vom innigen Tierwunsch ab, in vielen Fällen ist dieser aber wirklich sehr ausgeprägt und so sollte man sich als Familie gemeinsam aneinen Tisch setzen und überlegen, ob es realisierbar ist, im eigenen Haus einen Hund zu halten.

Vorweg einmal: einen Hund zu Weihnachten aus dem Tierheim zu holen und ihm ein neues Zuhause zu geben mag zwar vom Ansatz eine gute Idee sein, oft geschieht dieser „selbstlose“ Akt aber aus dem Affekt und aus  Tierliebe wird dann oftmals Tierquälerei, nämlich dann, wenn man schlicht und ergreifend keine Lust mehr auf den Vierbeiner hat. Aus diesem Grund ist es essenziell wichtig, sich VOR einem TIERKAUF eingehend zu INFORMIEREN!

Habe ich die finanziellen Mittel, um einen Hund zu halten?

  • Hundefutter
  • Impfungen
  • Entwurmen
  • Hundesteuer
  • evtl. Versicherung
  • Zubehör (z.B. Körbchen, Leine, Bürste)
  • Spielzeug
  • weitere Tieraztbesuche

Alle oben aufgezählten Punkte gehören zu den finanziellen Belastungen, die durch einen Hund entstehen können.  Ein Hund ist kein Meerschweinchen oder Hamster, sondern kann durchaus, je nach Rasse, eine stattliche Größe erreichen. Natürlich braucht der Wauawau dann auch ausreichend auf ihn abgestimmte Nahrung, er muss entwurmt und geimpft werden und natürlich kann der treue Freund auch einmal krank werden. Dann sollte man diesen aber nicht ins Tierheim geben, sondern dem Vierbeiner auch in schweren Zeiten beistehen, denn ein Hund ist schließlich auch ein sensibler Freund und würde sein Herrchen im Krankheitsfall niemals im Stich lassen! Die Tieraztkosten können sich recht schnell im Tausender-Bereich belaufen, wenn der Hund beispielsweise eine OP benötigt. Deswegen sollte man auch den finanziellen Aspekt in die Überlegungen einplanen.

Habe ich genügend Zeit?

Mindestens einmal in der Woche ist den ganzen Tag niemand bei Ihnen daheim? Vergessen Sie es, sich einen Hund anzuschaffen, denn schließlich muss dieser mindestens dreimal Gassi gehen und braucht je nach Größe auch ausreichend viel Auslauf. Den Hund den ganzen Tag alleine zu lassen grenzt in vielen Fällen bereits an Tierquälerei!

Habe ich genug Platz?

Chihuahuas oder kleine Terrier mögen, was den Raum angeht ja sehr genügsam sein, anders gestaltet sich die Sache, wenn man eine Dogge oder einen Schäferhund hat. Solche Rassen kann man nicht in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung halten.

Erlaubt mein Vermieter einen Hund?

Vor dem Kauf abklären: Was sagt der Vermieter zu meinen Überlegungen? Gerade, wenn mehrere Familien oder Einzelpersonen in einem Haus leben, werden andere nicht gerade begeistert sein, nachts durch Hundegebell belästigt zu werden oder andauernd Hundekot im Gemeinschaftsgarten vorzufinden.

Hat in meiner Familie jemand eine Hundeallergie?

In diesem Falll: Finger weg! Außer, Sie spielen mit dem Gedanken, sich eine bestimmte Rasse anzuschaffen, die allerdings in der Regel recht teuer ist und auch nicht für jeden Allergiker geeignet ist. Unbedingt mit dem Züchter absprechen, eventuell kann auch der Allergologe weiterhelfen.

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