Welpenschutz – Die richtige Ernährung und Pflege

Welpenschutz – Die richtige Ernährung und Pflege

hundetraumland.de_1Die lange Reise von Impfungen über den Austausch von Papieren bis hin zur ersten Eingewöhnung ist vorüber – der Entscheidungsprozess für einen neuen Welpen und die Phase bis zur Übergabe erfordern Kraft und Geduld. Doch schnell warten die nächsten Hürden auf die erschöpften Besitzer, denn die gesundheitliche Entwicklung und das Wohlbefinden des tierischen Nachwuchses bedingen die richtige Ernährung und eine gewissenhafte Pflege.

Das Zufüttern: Abgewöhnen und angewöhnen

Verbringt der Welpe die ersten Tage in seinem neuen Zuhause, wird er mit vielen neuen Eindrücken konfrontiert. Und so können die fremde Umgebung, die Trennung von der Mutter und die allgemeine Aufregung dazu beitragen, dass der tierische Nachwuchs zunächst an Verdauungsstörungen leidet. Um dem Welpen den Neuanfang zu erleichtern, sollte er daher zunächst jene Nahrung erhalten, mit der er beim Züchter oder Vorbesitzer gefüttert wurde. Ist man sich in Bezug auf die Folgeernährung nicht sicher, sollte man die Ratschläge des Züchters oder Tierarztes oder aber Tipps zu Welpenfutter von Futterhaus und ähnlichen Anbietern beherzigen. Generell gilt, erst nach den ersten drei bis vier Wochen den Welpen an Nassfutter zu gewöhnen. Zuvor reicht die Muttermilch vollkommen aus, da der kleine Hund viel schläft und ruht.

Trockenfutter als Zusatz

Empfehlenswert für die ersten Wochen ist spezielles Welpenfeuchtfutter, aber auch Babynahrung oder feines Rindertatar kann zur Umgewöhnung verabreicht werden. Erst nach fünf Wochen kann man Trockenfutter als Zusatz in den Ernährungsplan des Welpen aufnehmen – vorausgesetzt, es enthält ausreichend Mineralstoffe und Eiweiße, welche die Knochen und Zähne stärken und den Muskelaufbau fördern. Hier sollte nur speziell auf Welpen ausgerichtetes Futter verwendet werden, das leicht verdaulich ist und die noch empfindliche Magenschleimhaut nicht reizt. Generell ist die Futtermenge niedrig zu halten, auch wenn die Portion recht klein aussieht. Grund dafür ist, dass der Sättigungseffekt erst später eintritt und entweder zu Durchfall oder – bei regelmäßiger Überversorgung – zur langsam fortschreitenden Fettleibigkeit führen kann.

Die Futtermenge langsam erhöhen und Regeln einführen

Auch beim Nassfutter sollte die Portion zunächst klein ausfallen, um den Verdauungstrakt langsam an die Mahlzeit zu gewöhnen. Treten keine Beschwerden in den ersten Tagen und Wochen auf, kann die Futtermenge ein wenig erhöht werden. Kommt es zu Durchfall, ist es wichtig, schnell den Tierarzt aufzusuchen, da der Welpe den Flüssigkeitsverlust nicht so gut verarbeiten kann. Generell sollte das Tier drei- bis viermal täglich gefüttert werden – und das nur zu festen Zeiten, denn der Hund muss lernen, diese einzuhalten und zwischendurch nicht zu betteln. Daneben ist es ratsam, den Napf nach 20 bis 30 Minuten wegzustellen, da im Sommer das Futter schnell verdirbt und man letztlich schneller erkennt, ob das Tier appetitlos und möglicherweise krank ist.

Die Pflege: Fell und Krallen

hundetraumland.de_2Neben der richtigen Ernährung ist auch die Pflege des Welpen maßgeblich für eine gesunde Entwicklung. Dabei sollte manches monatlich, einiges aber auch täglich auch wöchentlich kontrolliert und vorgenommen werden. So verhält es sich auch mit dem Bürsten, durch das nicht nur Schmutzreste und unangenehme Kletten entfernt und die Durchblutung und Stimulierung der Haut gefördert werden. Bei einer wöchentlichen Kontrolle kann man so auch Flöhe, Würmer und Zecken erkennen und rechzeitig vorbeugen. Doch auch auf die Krallen des Welpen ist zu achten: Hunde benutzen diese nicht wie Katzen etwa zum Festhalten oder Jagen, sondern als Unterstützung zum Laufen. Da sich die Welpen in der Anfangsphase häufig nur auf weichem Boden bewegen, werden die Krallen nicht automatisch gewetzt, weshalb man einen Züchter oder Arzt zum Schneiden aufsuchen sollte.

Die Ohren und Augen nur mit fusselfreien Tüchern reinigen

Die Ohren zu reinigen, ist ausgesprochen wichtig, da der Welpe sich auf dieses Sinnesorgan beschränkt. Dabei sollten keine Seifen und Wattestäbchen verwendet und nur das äußere Ohr sanft mit einem Tuch gereinigt werden. Entdeckt man Blut oder Eiter oder kratzt sich der Welpe häufig, kann eine Entzündung vorliegen, die vom Tierarzt behandelt wird. Für die Augenreinigung sollte ein weiches Tuch ohne Fasern oder Strukturen verwendet werden, mit dem man das Augensekret befeuchtet, einweicht und von innen nach außen sanft entfernt. Die Augen sollte man mindestens einmal pro Woche kontrollieren, da der Welpe viel schläft und somit auch viel Sekret produziert, das vertrocknet.

Bilder:
1. © istock.com/shimmo
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