Hund hat Angst vor dem Tierarzt

Die Schritte verlangsamen sich, die Nackenhaare stellen sich plötzlich auf und auf einmal weigert sich der Hund komplett, weiterzugehen. Wenn Sie gerade auf dem Weg zum Tierarzt sind, so erkennen Sie spätestens jetzt, dass Ihr Tier Angst vor dem Tierarzt hat und zudem nicht dumm ist, da es diesen Weg bereits kennt und vermutlich mit negativen Erfahrungen verbindet. Manche Tiere lassen den Besuch beim Tierarzt problemlos über sich ergehen, während manche Hunde panische Angst vor dem Arzt haben und der Gesundheits-Check so zur Zerreißprobe für Besitzer und Tier wird.

So nehmen Sie Ihrem Hund die Angst vor dem Tierarzt

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Bild: Uwemueller | Wikimedia

1. Der richtige Arzt

Auch Hunde können eine Abneigung gegenüber Menschen entwickeln und gerade sensible Tiere können durch einen groben Tierarzt verschreckt werden. Holen Sie sich Praxis-Tipps von anderen Hundebesitzern und machen Sie sich selbst ein Bild von der Praxis. Diese sollte gut organisiert und sauber. Wenn Sie dann auch noch beim Mensch, dem Arzt selbst, ein gutes Gefühl haben, sind Sie an der richtigen Adresse.

2. Die Macht der Gewohnheit

Was würden Sie sagen, wenn Ihnen ohne Vorwarnung jemand in den Mund greift oder Ihre Füße inspiziert? Sicherlich würden Sie da auch erst einmal mit Abwehr und Angst reagieren. Genauso fühlt sich auch der Hund, wenn ihm die Situation unbekannt ist. Gewöhnen Sie ihn Step-by-Step daran, dass sein Mund oder die Pfoten inspiziert werden. Mit Sicherheit verläuft dann der nächste Gang zum Tierarzt entspannter.

3. Besuchen Sie die Praxis mit dem Hund

Eine lange Impfnadel kann schon beängstigend sein, damit der Hund die Umgebung der Praxis kennen lernt, können Sie der Praxis vor dem eigentlichen Termin einen Besuch abstatten ohne dass etwas passiert. Anschließend gibt’s ein Leckerli.

4. Belohnungsprinzip

Tia, selbst Hunde sind bestechlich. Die Lieblingsleckerei wirkt da Wunder. Verbinden Sie den Tierarztbesuch jedes Mal mit etwas positivem, indem er anschließend etwas besonders leckeres erhält. Zum Beispiel einen Knochen oder eine lange Streicheleinheit.

5. Hausbesuch

Flüchtet der Hund panisch, sobald er den Behandlungstisch sieht und verlaufen mehrere Anläufe erfolglos, so kann ein Besuch des Arztes in der gewohnten Umgebung des Vierbeiners die rettende Alternative sein. Mit Menschen, die dem Hund bekannt sind und in seinem „Revier“ lässt auch die Angst schnell nach und der Arzt kann so die erforderlichen Untersuchungen und Kontrollen durchführen.

6. Ruhig bleiben!

Oft ist auch der Besitzer bereits vor dem Besuch angespannt und gestresst. Hunde riechen das. Aus diesem Grund sollten Sie an Ihrer mentalen Einstellung arbeiten, um dem Hund Gelassenheit vorzumachen und mit gutem Beispiel voranzugehen.

7. Übung macht den Meister

Ein Hund, der panische Angst vor dem Tierarzt hat wird nicht plötzlich ultralässig die Behandlung über sich ergehen lassen. Sie sollten also Geduld und Zeit mitbringen. Ebenso sollte man die kleinen Erfolge schätzen und belohnen, denn in kleinen, aber beständigen Schritt erreicht man sein Ziel.

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